Sonntag, 17. September 2017

Kunst hat viele Gesichter und das Okoberkit....

Jetzt ist sie schon wieder zu Ende:
Die documenta 14 hier bei uns in Kassel.
Unser Provinzstädtchen erwacht zu Zeiten der Kunstausstellung immer aus seinem Dornröschenschlaf und mutiert zu einer multi-kulturellen und bunten Hochburg aus Künstlervolk, Interessierten und Einheimischen, zu denen ich mich zähle.

Wenn so viel los ist in der Stadt, dann komme ich natürlich nicht umhin auch mal vorbeizuschauen und mir die unterschiedlichen Werke anzuschauen. 
Frei nach dem Motto: Ich hab zwar keine Ahnung davon, schaue einfach mal was so als Kunst gesehen wird und gucke mir das bunte Publikum an.
Also habe ich mit zwei Kolleginnen ein Abendticket genutzt und wir sind zu Dritt losgezogen.


Das wohl eindrucksvollste Kunstwerk ist ohne Zweifel das riesige "Parthenon of Books"von Marta Minujin welches aus 100.000 Büchern mit verbotenen Texten besteht.
Wir haben im Parthenon auch so Buchtitel wie Tom Saywer, Twilight, den Sakrileg, die Shades of Grey, Werke von Goethe oder auch Grimms Hausmärchen gefunden...
Da fragt man sich in welchen Ländern der Welt diese verboten sind und aus welchem Grund...
*grübel*
Ein tolles und imposantes Projekt zweifelsohne...
Eins dieser verbotenen Bücher vom Parthenon befindet sich jetzt in meinem Besitz, denn ich hab bei der Verteilung der Bücher diese Woche das "Guantanamo-Tagebuch" ergattert und freu mich da sehr drüber...


Auch ganz spannend ist das Betonröhrenhaus von Hiwa K. 
Wohnen auf kleinstem Raum in 20 Röhren. 
Sieht so unsere Zukunft aus, wenn die Weltbevölkerung weiter so wächst, fragt man sich da doch unweigerlich....



 Einige andere Kunstwerke haben wir Drei an diesem Abend noch bestaunt...
Meine Kollegin fand diese hier ganz faszinierend.
Was man auf dem Foto nicht gut erkennen kann:
Das ist eine Lichtprojektion auf dem Fliesenboden im Friedericianum.
Die Mandalas drehen und bewegen sich ständig in tollen bunten Farben.
Echt was fürs Auge.



Dieses Kunstwerk.... ich weiß nicht mehr wie es heißt, mochte ich am liebsten... es besteht aus glasiertem Ton und irgendwie gabs da bei genauerem Hinsehen viel zu entdecken.
Da sieht man das viel Arbeit drin steckt... 
Auch interessant waren die vielen Inuit - Masken in der documenta Halle, manche waren echt schon etwas gruselig. Diese hier gehören da zu den Harmloseren.


Seht ihr den Turm rechts im Bild...?
Ja der, der vermeintlich brennt. 
Das ist der Zwehrenturm und der Qualm ist ebenfalls Kunst und soll an die Papstwahlen erinnern, bei der Rauch ja als Kommunikationsmittel genutzt wird.
Naja, dieser qualmemde Turm hat zu Beginn der documenta für jede Menge Anrufe bei der Feuerwehr geführt... 
Viele Passanten dachten, es brennt wirklich...
Kunst kann ja so verwirrend sein...

Mein Fazit:
1. Kunst hat viele Gesichter
2. Manche Formen von Kunst erschließen sich mir nicht
3. Die Menschen drumherum sind für mich interessanter als die Kunst selbst.
4. Ich bin ein Künstler --- siehe weiter unten *grins*


Nun zu meiner Art von Kunst - Papierkunst.
Die versteh ich wenigstens und ihr vermutlich auch...
Vielleicht sollte ich mal auf der documenta ausstellen *lach*
Mit dem Oktoberkit der Scrapbook Werkstatt habe ich jedenfalls ein neues Layout gewerkelt.


Hier steckt ne Menge Liebe und auch Arbeit drin, denn für die Blüten habe ich mir die Finger wund geschnippelt und eben diese aus einem Designpapier einzeln ausgeschnitten.
Aber ich finde die Arbeit hat sich durchaus gelohnt, denn das ist mein Lieblingslayout mit dem Oktober Kit geworden.

Ab 20. September könnt ihr es übrigens im Shop erwerben *KLICK*




Ich wünsche Euch eine schöne Woche
*HEIDI*

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